Tauchen, eines der besten Hobbys der Welt 🙂

Wie alles begann

Nachdem ich 2005 von der Tuareg-Rallye via Luftrettung nach Hause geflogen wurde war mir klar, ich brauche ein neues Hobby. Schon immer wollte ich das tauchen lernen. In meiner Kindheit war ich im Sommer immer am Bergwitzsee – das ist der See, wo Volker Buder, der Betreiber des Steinbruch Wildschütz, die GST-Sporttaucherausbildung betrieben hat. Da ich inzwischen nach Berlin umgezogen war, habe ich mir dort eine Tauchschule gesucht und meinen ersten Tauchschein als Sporttaucher gemacht. Einen Urlaub auf Malta später hatte ich den Padi AOWD. Dann kam die übliche Taucher-Kariere… In deutschen Seen ist es kal, also muss ein Trocki her. Dann ist die Monoflasche auf dem Rücken zu klein, also wird die gegen eine Doppel 12 mit Wing getauscht. Inzwischen war ich TDI Tec Taucher. Dann geht es immer tiefer und irgendwann ist Luft kein gutes Gas mehr. Also Trimixkurs und Gasblenderausbildung. Dazu kommen dann unzählige Stages, Trimixcomputer, viel Ausbildung und üben, üben, üben. Und weil Trimixfüllen irgendwann zu teuer wird, baut man sich eben eine Füllanlage in die Garage. Irgendwann sind auch +100 Meter Tauchgänge keine wirkliche Herausforderung mehr, aber die ganze Stage-Logistik wird zur Materialschlacht. Da liegt es nah, sich einen Rebreather zu kaufen. Damit kam wieder viel Ausbildung und üben, üben, üben auf mich zu. Zum Glück hatte ich ein Umfeld an Tauchfreunden, welche viel Erfahrung hatten und mir den Einstieg in die Rebreatherwelt über einen PSCR ermöglicht haben. An diesem Gerät kann man am besten die Grundlagen des Kreiseltauchens erlernen.

Leider. oder zum Glück, habe ich im Laufe der Zeit immer mehr Buddys an das Höhlentauchen verloren. Keiner hatte mehr Lust, in trüben Seen herumzupaddeln. Also habe ich mir das Höhlentauchen mal angeschaut. Inzwischen war ich mit meiner Familie in die Nähe von Köln gezogen. Nicht weit weg von hier, im Sauerland, gibt es vier sehr schöne, betauchbare Bergwerke. Also habe ich den IANTD-Cave-Into schein gemacht. Ich hatte das Glück, meine Ausbildung bei Michael Keimes machen zu können. Ein unglaublich guter und erfahrener Ausbilder. Durch ihn bin ich dann auch zum rEVO-Rebreather gekommen. Einige Zeit später hatte ich den Rebreather-Full-Cave-Trimix schein und somit das Ende der Ausbildungsleiter erreicht. Dann folgten viele Jahre mit tollen Tauchgängen rund um den Globus.
20 Jahre später habe ich das Hobby an den Nagel gehängt. Man muss einfach wissen wann es Zeit wird, ein sehr herausforderndes Hobby, rechtzeitig zu beenden. Es waren fantastische Jahre mit vielen tollen Buddys und traumhaften Tauchgängen. Sowohl in Bergwerken, in Naturhöhlen oder an Wracks vor der Litauischen Küste beim BSHRP-Projekt.

Auf diesen Seiten hier teile ich einige meiner Erfahrungen und Sichtweisen zur Tauchindustrie. Ich hoffe, damit auch ein paar meiner Erfahrungen weitergeben zu können.